Michaela geht weiter
Nehmt und lest alle davon. Das ist mein Wort, das für euch hingegeben wird, zur Verklebung eurer Runden.
...zur Verlegung eurer Kunden.
...zur Erhebung eurer Wunden.
...zur Verwesung eurer Gesunden.
...zur Verwebung mit euren Hunden.
♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗
Hallo meine lieben Leser und herzlich willkommen im neuen Jahr (welches zu Beginn der Gestaltung dieses Eintrags noch acht Tage entfernt war). Der Satzanhang in der Klammer ist diesmal besonders wichtig, da es im Subtext nichts anderes bedeutet, als dass bei mir als Alleinstehende in dieser Saison keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen wollte. Da mir zudem aufgrund meiner leider heftig lädierten Hand die Zuflucht in das geliebte digitale Kunstschaffen während der Ferien fast gänzlich verwehrt blieb und ich auch sonst nicht sonderlich viel bewirken konnte, war es mir gelinde gesagt etwas fad. Ehrlicherweise fühlte ich mich fast ein bisschen so wie ein Duracell-Hase, den man bis zum Anschlag der Feder aufgezogen hatte und dann mit einer Bremse fixierte - also im mentalen Leerlauf etwa. Würde man diesen Zustand mit dem Wort "ätzend" beschreiben, dann käme man der Wahrheit durchaus schon ziemlich nahe. Erschwerend kam für mich jedoch leider noch hinzu, dass mir in der Adventszeit auf digitalem Weg eine zum Anbeißen alberne Köstlichkeit in Form eines sowohl hinreißend süßem als auch wundervoll scharfem Palindroms vor die Augen kam, so dass ich nun zusätzlich zu dem diffusen Gefühl der allgemeinen Bedeutungslosigkeit in vor allem emotionalem Bedarf regelrecht lechzend darbe und das ist halt so gar nicht prickelnd.
Da kann man nur froh sein, dass wenigstens die imaginären Einnahmen fließen - meinen von mir erdachten, wohlsituierten, äußerst produktiven Werbepartnern sei Dank! Es hat sich nämlich bereits in höheren Kreisen herumgesprochen, dass mit mir gut Kirschen essen ist, man also in mir eine exzellente und sehr verlässliche Geschäftspartnerin findet. So jemand wird erfahrungsgemäß immer gerne gesehen, daher konnte ich tatsächlich sogar schon meine Weihnachtsferien im gemachten Nestchen® verbringen. Es heißt schließlich nicht umsonst "Have a Break, have a Tie-Break!" Ich freue mich daher wirklich ganz außerordentlich, meinen lieben Lesern diese unfassbar ausgewogene, brandaktuelle Weltneuheit hier und heute in erstmaliger Premiere vorstellen zu dürfen. Ausnahmsweise und auch nur in diesem besonders speziellen Fall konnte zur Bewerbung des nun vorliegende Edelproduktes sogar auf jedweden gestalterischen Schnickschnack verzichtet werden. Auch den Text (der ohnehin meist nur aus geistlosem, völlig sinnentleertem Blabla besteht) sparte man sich völlig, da diese sensationelle Spezerei bereits in kraftvoller Weise verlockend für sich selber spricht. Ähnlichkeiten mit einem seit vielen Jahrzehnten fest etablierten Genussriegel katzenähnlichem Namens sind dabei übrigens nicht nur dringend gewollt, sondern tatsächlich sogar in absoluter Harmonie (H❀∞) und der chinesischen Grundphilosophie des dummdreisten Copycats folgend ganz bewusst herbeigeführt "Denn das ist alles nur geklaut (Eh-oh, eh-oh), das ist alles gar nicht meine (Eh-oh) Das ist alles nur geklaut (Eh-oh, eh-oh), doch das weiß ich nur ganz alleine (Eh-oh). Das ist alles nur geklaut und gestohlen, nur gezogen und geraubt - Entschuldigung, das hab' ich mir erlaubt!" (Ah-ah, ah) Eh-oh Schnibbelschnabbeldudaday ♪ ♫ ♩ ♬ (Uh-uh, uh-uh-uh) ♪ ♫
Auch kulturell gesehen können Phasen der Langeweile durchaus sinnstiftend sein - so man denn auch mal über seinen eigenen Schatten zu springen vermag. Ich zum Beispiel hatte für eine ewig lange Zeit eine gewisse Scheu vor der höheren Literatur. Nun habe ich allerdings etwas entdeckt, das meine Meinung zu dem an und für sich meist nur als Geschwurbel Empfundenen nachhaltig änderte. Und zwar handelt es sich um ein bemerkenswertes, leerreiches Stück eines berühmten, barocken Dichterfürsten mit dem etwas seltsam anmutenden Namen Johans Wolfschrank zur Floehte, der mir mit seinem "Schraubersperling" das Gesetz von Ursache und Wirkung noch einmal nachdrücklich vor Augen führte. Seitdem ich mich mit diesem extrem interessanten Werk beschäftige (indem ich beispielsweise einzelne Seiten entnehme, um ausrangiertes Geschirr darin zur Aufbewahrung einzuwickeln; oder auf dem Donnerbalken etwa), fühle ich mich gewissen Gesellschaftsschichten noch zugehöriger, als es mit dem Milieu meiner ursprünglichen Herkunft jemals der Fall war und das lässt doch wirklich tief blicken.
♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗
Und zum Abschluss der ersten Gedanken des noch frischen Jahres möchte ich nun gerne meine allerfrommste Botschaft an das junge Gemüse da draußen richten*
* das gilt aber auch für alle anderen; besonders jedoch für die junggebliebenen Seifen und unsere sonstigen Waschlappen, die es gerne gepflegt und lässig haben!
...und falls nun einer meint, ich würde das Kiffen propagieren und unseren hilflosen, extrem vulnerablen Nachwuchs zu relaxtem Handeln animieren, dann hat derjenige damit völlig recht. :)
❅
♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗ ☆ ❅ ☆ ♗
KEEP CALM
(Entspannt euch mal!)