Checkpoints are a dime a dozen
Dass wir während unserer Roomtour heute auf die vielen Kontrollpunkte hinweisen wollen, die unser Schiff wie Sandkörner den Strand bevölkern, liegt an ihrer unglaublichen Menge. Wo man hier auch geht und steht - unser hypermoderner Raumgleiter scheint im Wesentlichen aus Checkpoints zu bestehen. Wir denken daher, dass diese kleinen Wunder der Computerkunst besonders für die Freaks unter uns von großem Interesse sein könnten und jedem Technikbegeisterten sollte das Herz bei unserer exquisiten Ausstattung aufgehen. Nachdem wir jedoch bereits einen ganzen Schwung schöner Fotos erstellt hatten und Teile unserer erprobten Crew einen Blick darauf werfen konnten, wurden leider die ersten, kritischen Stimmen laut: "Das sieht ja aus wie in den Büros, wo ich gelernt habe und zwar bei Kaluppke aus Wanne-Eickel! Oder wie die Firma von meinem Schwager Charlie im Weserbergland." Wir können diesen Eindruck ebenfalls nicht ernsthaft verneinen, allerdings verstehen wir das Problem dahinter nicht so ganz. Was erwartet man denn von einem Raumschiff, welches seinen Bewohnern ein gewisses Maß an Vertrautheit bieten möchte? Wer sich so futuristisch fühlen möchte wie die Darsteller bei Star Trek, der kann sich doch auf einem der Holodecks sein eigenes, kleines Traumschiff basteln. Wir vermuten daher ganz stark, dass einige unserer Leute zu Hause bei ihren Freunden ein bisschen über ihren neuen Arbeitsplatz geflunkert haben und nun befürchten müssen, mit ihren wilden Geschichten aufzufliegen. Weil wir jedoch selber mal jung waren und zudem auch niemanden bloßstellen wollen, haben wir diese verzwickte Angelegenheit nun in die erfahrenen Händen einer an Bord überwinternden Künstlerin gegeben. Diese wird während der nächsten Tage verstärkt mit ihrem magischen Zauberstab herumfuchteln und dabei verstörend fremdartige Laute von sich geben. Danach sollten unsere Arbeitsplätze Instagram-tauglich genug sein, um sie einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir können uns für heute allerdings schon mal einen sehr gelungenen Schnappschuss aus dem Käppchen zaubern, der sogar bei den Schiffs-Kids Gnade gefunden hat und der den Interessierten einen kleinen Eindruck unserer spektakulären Möglichkeiten vermitteln möchte. Und während nun also die Maßnahmen der optischen Aufrüstung verstärkt anlaufen (die hoffentlich zu baldigem Ergebnis führen), tüftelt unser rasender Ingenieur (Rasi Düsi) bereits an dem Problem, den Kern unseres genialen Warp-Antriebs fototechnisch sichtbar zu machen. Der immer noch vor sich hin genesende Captain hat derweil eine neue Freude an der Stammdatenpflege gewonnen und dabei wollen wir sie nicht stören, denn man kennt das ja: Wer mit einer vollen Bierflasche das Zimmer betritt und mit zwei leeren Bierflaschen wieder hinauskommt, der muss für Nachschub sorgen. Da bleibt uns nur, jedem ein freundliches "Prost" zu wünschen und Knabberkram für alle!