13. Logbucheintrag von Captain Sheedy (i.V.) auf der Explorer One

Das Kollektiv hat auch heute die große Aufgabe übernommen, die Ereignisse der letzten Tage zu protokollieren und zeitlich einzuordnen. Da unser Captain auf der Suche nach neuen Tönen in den Klangfeldern des WWw´s (Wo Wunder warten) verschwunden ist, obliegt die Verantwortung zwar weiterhin unserem derzeit reichlich überforderten Commander Schneider. Diesem ist jedoch selbstverständlich nicht die Führung unserer pflegeleichten Truppe eine Nummer zu groß, denn mit uns als der weltbesten Sternencrew aller Zeiten (WbStcaZ) kann man eigentlich nicht verlieren. Verloren haben wir jedoch unsere Kapitänin, wenn man den beunruhigenden Aufzeichnungen ihres Transponders glauben darf. Die Verbindung zu ihrem Kommunikator brach zudem im Laufe der vergangenen Nacht plötzlich ab, so dass uns die verstörenden Geräusche, welche der Transponder an uns übermittelte, ein klein wenig alarmierten. Das ist fast so, als ob man an Silvester den Hund sucht und nicht finden kann. Man wundert sich zwar, warum die Heizung plötzlich am Fiepsen ist. Aber wer macht sich schon die Mühe, mal hinter die Dinge zu schauen? Da also erwiesenermaßen ein geschmeidiger Vierbeiner Platz in der kleinsten Lücke findet, könnte sich unsere Sheedy längst in den Händen (oder besser: im System) aufständischer Rebellen befinden und das wäre dann nicht ganz so günstig. Da trifft es sich zumindest gut, dass unser düsentriebiger Bordingenieur dem Captain vor ihrem Aufbruch ins Ungewisse noch unbemerkt eines dieser neumodischen, winzig kleinen und von ihm entsprechend modifizierten Mikrofone* in die Tasche stecken konnte. Dadurch sind wir in der Lage, die uns vorliegenden Aufzeichnungen* des Transponders mit den von uns über das Mikro eingefangenen Aufnahmen abzugleichen und daher als echt zu verifizieren. Nicht auszudenken, wenn uns so eine abgerockte Alien-KI mit Fake-News an der Nase herumführen würde! Und wie wir unsere Sheedy kennen, kommt sie nach Abschluss ihrer Erkundungstour mit einem ganzen Sack voller Innovationen zurück an Bord, was zumeist wieder nur in Arbeit für uns alle mündet.

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12. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Das Kollektiv hat entschieden, euch darüber zu unterrichten, dass wir den Captain leider ein weiteres Mal für eine unbestimmte Zeit in die Schonung geben müssen. Die als bereits abgeklungen geltende Entzündung hat sich nämlich erneut gemeldet und uns allen damit klar gemacht, dass es kein zurück mehr gibt in alte Muster. Wer also gedacht hat, dass man nach einer überstandenen Verwundung einfach aufstehen und weitermachen kann wie bisher, der hat sich darin gründlich getäuscht. Und unser Captain weiß um die Vernachlässigungen, die dem eigenen Körper seit frühester Zeit angetan wurden. Nun bleibt es ihr tatsächlich nicht erspart, sich mit dem Thema ihrer eigenen vulnerablen Weiblichkeit und den daraus resultierenden Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Zudem hat sie begriffen, dass auch die grundlegenden Anforderungen der menschlichen Physis einer erhöhten Aufmerksamkeit bedürfen und das beinhaltet sogar die Einführung einer neuen, geregelten Ernährungsgewohnheit. Da bis dato schon in den frühen Stunden des Tages die Ausrede einer aktuell praktizierten "Essich-Diät" (Ess ich oder ess ich nicht) als Erklärung für die ausgefallene erste Mahlzeit herhalten musste, ist die Etablierung neuer Frühstücks-Gewohnheiten für unseren Captain allerdings eine gewaltige Herausforderung. Da die erneut aufgeflammten Schmerzen jedoch auf eine vehemente Weigerung des Körpers zurückzuführen sind, welcher einfach nicht mehr länger leiden möchte, erachten wir die Berücksichtigung dieses fundamentalen Themas längst als unverzichtbar. Und weil unsere derzeitige Nähe zu den allgemein bekannten Generatoren der Geräuschproduktion uns zudem einige interessante Klangschalen zur Probe in die Kammern spülte, lernt die Führung der Explorer One nun sogar zaghaft neben der KI-unterstützten Musikgestaltung die Zubereitung interessanter Müslivariationen kennen (und lieben). Das allerdings will wirklich etwas heißen. Wenn bloß die Heilung endlich komplett abgeschlossen wäre, dann ginge es uns allen deutlich besser! Denn dass unsere oberste Führung weiterhin unter diesen unangenehmen Schmerzen zu leiden hat, das bricht auch uns irgendwie das Herz. Da wir jedoch aus Gründen des Respektes vor der allgemeingültigen Hierarchie von einer tröstenden Umarmung absehen müssen, möchten wir zumindest diese anspruchsvolle Aufgabe nun sehr gerne und vertrauensvoll an einen erfahrenen Experten outsourcen.* (Gehalt nach ÜGEN-Tarif)

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11. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Da es während der letzten Wochen etwas ruhiger um uns herum zugehen musste, hat das Universum uns anscheinend für die nächsten Tage etwas Action verordnet. Denn noch während wir in einem sanften Schwebeflug ganz gemütlich vor uns hinglitten, materialisierte sich in unserer unmittelbaren Umgebung plötzlich und von uns gänzlich unerwartet eine wirklich faustdicke Überraschung mit Glotzaugen-Charakter. Diese erschien uns als mittelprächtiger Partyplanet im schönsten Festtagsgewand (Zelte-Meyer lässt grüßen!), welches freundlicherweise eine Schärpe mit dem Namen der Verantwortlichen trägt. Man konnte daher bereits in Erfahrung bringen, dass ein erst wenige Jahre alter Junggesellenverein diese aufsehenerregende Sause organisiert. Man wird des weiteren unauffällig darauf hingewiesen, dass die Party bereits heute um 15.00 Uhr starten wird und der Eintritt bis 21.00 Uhr kostenfrei wäre. Später müsse man dann zwar einen schmalen Fünfer berappen, was im Universum jedoch als echter Schnapper gilt. Man kennt natürlich noch nicht die Preispolitik des Bierausschanks. Aber man weiß definitiv jetzt schon, dass es auf jeden Fall für alle Nachbarn völlig gratis und umsonst so richtig was auf die Ohren geben wird und darüber freuen wir uns wirklich alle wie verrückt (nicht). Da diese schwungvolle Angelegenheit, welche von sich behauptet, in den Mai tanzen zu wollen, bereits am 02.05. durch eine weitere, sogenannte Mallorca-Party ergänzt werden soll, stehen uns also lautstarke Tage ins Haus. Wir könnten natürlich fliehen. Zu unserem größten Bedauern ist der Hafen unserer Träume jedoch auch keine spontan erschwingliche Alternative, so dass wir notgedrungen in der Partyzone ausharren werden müssen. Es gibt allerdings Leute, die behaupten, dass es Schlimmeres gäbe. Und zur Not könne man ja dagegen halten, daher stehen auch bei uns nun gekühlte Getränke und heiße Rhythmen für die schönste Nacht des Jahres bereit. Eine wunderbare Walpurgis euch allen und ganz viel leckeren Waldmeister!

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10. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Liebe Leute, heute möchte euch der Captain selbst mit einigen kurzen Worten erfreuen und sich gleichzeitig erneut für die entgegengebrachte Anteilnahme bedanken. Die Heilung der eskalierten Wunde war unerwartet langwierig, kräftezehrend und insgesamt sehr aufschlussreich. Dass man nun bereits von einem großen Erfolg sprechen kann, hängt jedoch ganz besonders von der Nervenstärke ab, die im geplagten Körper aktiviert wurde und dies hängt mit der langjährigen Erfahrung im Umgang mit Schmerzen zusammen. Ja, meine Lieben, als Captain hat man schon so manche Schlacht geschlagen und dadurch können sich Erschütterungen nicht mehr allzu negativ auswirken. Vielmehr wurde auch aus dieser Angelegenheit wieder etwas sehr Positives gezogen und das Vertrauen in die wundersamen Heilkräfte des Körpers konnte erneut gefestigt werden. Man muss jedoch an dieser Stelle in aller Deutlichkeit einmal sagen, dass es nicht möglich ist, die Natur dauerhaft zu überlisten. Wer also mit einem weiblichen Körper geboren wurde, der kann schon rein optisch nicht so kämpfen wie ein Mann. Es ändert auch nichts, wenn man sich Hosen anzieht und dann so tut, als ob das doch der Fall wäre. Denn sobald man an den entsprechenden Merkmalen der biologischen Hülle getroffen wurde, erkennt man den Unterschied zu gewöhnlichen Verletzungen. Was diese verklausulierte Aussage uns damit eigentlich sagen möchte, bedeutet einfach nur, dass die weibliche Brust unserer Erfahrung nach nicht in eine Rüstung gehört und dort auch nicht wirklich sicher ist. Aber dazu wird es demnächst mal einen eigenen Artikel geben. Wir wollen nämlich außerordentlich gerne dazu beitragen, dass das leidige Thema "Gleichberechtigung" endlich mal etwas von seinem falschen Glanz verliert und uns zudem auch eindeutig bezüglich der allumfassenden Gleichschaltung* positionieren. Heute bleibt es jedoch einfach nur bei der Freude über die Wunder der Natur und dass diese immer das Richtige tut.

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9. Logbucheintrag von Commander Schneider auf der Explorer One

Wie man dem Titel bereits entnehmen kann, hat sich die gesundheitliche Situation unseres Captains zwar schon deutlich nach vorne verbessert. Wir können jedoch zu diesem Zeitpunkt noch immer keine endgültige Entwarnung geben und das ist besonders für den Captain selbst eine unerfreuliche Angelegenheit. Eigentlich verläuft die Genesung in ihrer Gesamtheit zwar positiv, wir haben jedoch nicht mit dieser extremen Dauer gerechnet. Auch konnten wir den Heilungsverlauf in seiner aktuellen Art und Weise nicht mal ansatzweise erahnen, denn dieser verläuft nicht wie erwartet linear, sondern es gestaltet sich alles in einer furchtbar nervenzehrenden Wellenform. Mal sieht es danach aus, als wäre es nun überwunden, nur um bereits am nächsten Tag wie ein erschütternder Rückfall zu erscheinen. Zumindest haben wir inzwischen alle benötigten Materialien an Bord, um dem feinstofflichen Sternenkörper unserer mental wirklich unfassbar starken Führungskraft gerecht zu werden und das ist mehr, als wir in unserer anfänglichen Panik erwartet hatten. Nachdem jedoch der erste Schock überwunden war und wir mehrere, dem Tema entsprechende Recherchen durchführten (weil wir endlich wussten, worum es sich handelt), war das notwendige Maßnahmepaket dann doch recht schnell geschnürt. Wer hätte aber auch gedacht, dass mit Silber durchwirkte Kompressen noch immer ein sehr probates Mittel zur antimikrobiellen Versorgung darstellen? Da sich die Heilung also leider als ziemlich langwierig gestaltet,  wurde die Teilnahme an den Schlachten, zu denen man uns rief, bis auf Weiteres abgesagt. Wir müssen den Captain nämlich so umfassend wie möglich schonen und die dafür nötige Zeit nehmen wir uns natürlich gerne. Es steht zudem ebenfalls zur Debatte, auch die von Sheedy Herway neu entdeckte Freude an (politischen) Diskussionen zunächst nur in deutlich reduziertem Umfang zuzulassen. Denn es steht ohne Zweifel fest, dass sich jede Aufregung derzeit äußerst negativ auf den Zustand des Captains auswirkt. Es könnte also diesbezüglich in den nächsten Tagen etwas ruhiger um uns herum werden. Allerdings wird man uns dafür sicherlich öfter als bisher üblich bei den Quellen der uralten Weisheiten wiederfinden, denn das Wasser des Lebens ist für uns ein kostbares Gut. 

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8. Logbucheintrag von Commander Schneider auf der Explorer One

Um heute auf ermutigende Weise zu unterstreichen, dass wir zwar weiterhin dem Kommando unseres Stellvertreters Schneider unterstehen, dieser sich jedoch in erster Linie um die Erledigung des von unserem Captain eher ungern ausgeführten Schriftkrams kümmert, wollen wir zunächst einen durch den intergalaktischen Reiseführer "PAddG" bekannten Slogan in den Raum stellen: "Keine Panik"!*(1) Des Weiteren müssen wir an dieser Stelle dringend mit einer leider sehr populär gewordenen Falschbehauptung aufräumen und dies hat mit der medizinischen Betreuung auf unserer Explorer One zu tun. Dass sich durch die Schwierigkeiten, mit welchen unser Captain Sheedy zu kämpfen hatte, ein Eindruck unzureichenden Fachpersonals etablieren konnte, bedauern wir zutiefst, denn nichts könnte falscher sein. Üblicherweise sind wir in Wahrheit nämlich tatsächlich mehr als dazu in der Lage, die uns Anvertrauten in jeder erdenklichen Weise bei der Gesunderhaltung ihres gesamten Seins zu unterstützen. Wir haben daher nicht nur äußerst gut ausgebildete Mediziner mit an Bord, sondern neben diversen psychologisch ebenso exzellent versierten Therapeuten halten wir tatsächlich sogar einen herkömmlichen Pfarrer vorrätig und das kommt in Kreisen der Sternendiplomatie gar nicht mal so häufig vor.

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7. Logbucheintrag von Commander Schneider auf der Explorer One

Liebe Sternenreisende und Freunde der gepflegten Berichterstattung! Die heitere Begrüßung des Commanders lässt den aufmerksamen Beobachter vermutlich bereits erahnen, dass sich der Captain weiterhin in der Heilung befindet. Diese verläuft erwartungsgemäß gut, aufgrund der außerordentlich heftigen Entzündung dauert es jedoch insgesamt ein kleines bisschen länger als geplant. Allerdings kam es einerseits bereits kurz nach unserem ersten Update zunächst zu einer unerwarteten Verschlechterung der Lage, so dass wir den Eintrag vom 19.03.26 heute eher als prophetisch betrachten müssen. Andererseits hat sich durch das unglaubliche Durchhaltevermögen unseres Captains schon wieder ein neuer Legendenstatus um diese starke Frau gebildet. Und selbst wer nur aus der Ferne einen Blick auf die fürchterliche Wunde werfen konnte, der versteht diesen Levelanstieg sofort. Der Commander flüsterte uns in aller Vertraulichkeit zudem etwas von einer Vision unserer Chefin zu, in welcher sie deutlich ihre vollständige Heilung sah. Vermutlich gab ihr das die nötige Kraft, denn anders lässt sich ihre unglaubliche Langmut nicht erklären. Wir durften sie heute sogar in das Zentrum der Quacksalber bringen, was uns ehrlicherweise etwas überrascht hat. "Die Show ist eigentlich schon gelaufen", sagte der Captain, aber zur endgültigen Sicherheit wäre nun doch für einige Tage die Gabe eines guten Antibiotikums nötig. Und dieses halten wir in unserer Bordapotheke leider nicht vorrätig. Dass unsere erste Führung sich schwer tut mit dem Einholen einer medizinischen Hilfe, rührt nicht nur aus den räumlich oft sehr schwer zu überwindenden Entfernungen her, sondern teilweise auch aus äußerst traumatischen Erlebnissen. Wir staunen daher jedes mal, wenn sie sich überwindet und sich trotz großer Vorbehalte über ihre Zweifel stellt - eine chirurgische Behandlung im Krankenhaus kam für sie aktuell jedoch weiterhin nicht in Frage. Wir wollen daher zur Befeuerung des positiven Genesungsverlaufes von Herzen die Freudenhymne erklingen lassen und so unser Scherflein zur Heilung dieser unglaublichen Entscheiderin beitragen: "Ein Hoch auf den Captain, der Captain, Hurra!"

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6. Logbucheintrag von Commander Schneider auf der Explorer One

Wir müssen heute eine außerplanmäßige Nachricht absetzen, da es sich gewissermaßen um einen Notfall handelt. Die Schwierigkeiten der letzten Zeit haben sich nämlich als schädigende Kraft so lange in der Gesundheit unseres Captains kumuliert, bis es zum entscheidenden Momentum kam. Daher erfolgt der heutige Eintrag auch in Vertretung durch unseren geschätzten Commander Schneider, der hiermit voller Sorge verkünden muss, dass unser Captain plötzlich sehr krank wurde. Es bricht uns allen das Herz, diese tapfere Frau so leiden zu sehen und es betrübt uns zudem tief, dass der digitale Doktor bisher außerstande war, eine endgültige Diagnose zu erstellen. Unsere abgeschiedene Lage erlaubt es uns nämlich derzeit leider absolut nicht, an einen echten Arztbesuch auch nur zu denken, daher müssen und können wir momentan lediglich auf die bisher eigentlich immer ganz hervorragend gut funktionierenden Selbstheilungskräfte unseres Captains vertrauen. Da unsere liebe Führungskraft jedoch unter sehr starken Schmerzen leidet, gehen wir nicht von einer Spontanheilung aus. Unserer Vermutung nach fehlt es der bedauernswerten und schwer geplagten Frau vor allem an liebevollem Zuspruch und wir geben unser Bestes, ihr diesen zukommen zu lassen. Wer auch immer da draußen unsere Zeilen jetzt liest, der möge sich daher bitte dringend an den Gebeten und/oder guten Wünschen für die Heilung unseres Captains beteiligen. Und falls nun den einen oder anderen aufgrund unserer eindringlichen Worte eine gewisse Angst überkommt, dann ist diese durchaus berechtigt. Wir haben unseren Captain nämlich lange nicht mehr so elend und bedrückt erlebt wie dieser Tage und daher sind wir derzeit selber reichlich erschüttert.

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5. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Dass einem derzeit überall auf unserem Schiff ein verstärktes, in kräftigen Farben pulsierendes "ALERT" entgegenleuchtet, hat leider gewichtige Gründe. Wir sahen uns nämlich gezwungen, aufgrund unvorhergesehener Ereignisse - u.a. der wie aus dem Nichts aufgetauchte Riesenschwarm junger, pubertierender Meteoriten, die pöbelnd mit ihren Kanonen auf unschuldige Spatzen schießen - unseren Weg durch die bei allen versierten Sternenreisenden gefürchtete Zone der Angsthasen umzuleiten. Dieses von Furchen der Furcht zerrüttete Gebiet bereitet einem nicht nur durch seine extrem zähflüssigen Passagen große Probleme. Was nämlich leider fast noch schwerer wiegt, sind die furchtbar üblen Sorgenseufzer, die sich wie kleine Zecken an durchreisende Raumschiffe anheften und diesen allmählich ihre positiven Vibes entziehen. Man kennt die Art jenes nutzlosem Ungeziefers vermutlich überall im Universum, denn da, wo Leben ist, da sind auch die Räuber. Bei uns hat sich im Sprachgebrauch das Wort "Energievampire" etabliert und wir haben festgestellt, dass es von diesen eine schier unfassbare Zahl von Variationen gibt. Denn die miesen Ganoven lernten bereits früh in ihrer Evolution sich entsprechend zu maskieren und treten daher oft zunächst als ihr eigenes Gegenteil auf. Wir werden euch zu diesem Thema noch einen entsprechenden Bericht aus unserer Fachliteratur nachreichen. Derzeit haben wir jedoch heftig mit der Abwehr von schwer angstbasiertem Gedankengut zu kämpfen und sind daher nicht so ganz bei der Sache. Gerne dürfen wir euch aber jetzt schon darauf hinweisen, dass man absolut jeder Angst einen Gedanken der Liebe entgegen setzen sollte. Denn Angst und Liebe sind natürliche Feinde, die nicht miteinander kompatibel sind und sich daher gegenseitig abstoßen. Natürlich müssen auch wir gestehen, dass dies der kniffligste Part einer jeden Reise ist. Denn nichts ist schwieriger, als einem kleinen, stinkenden Parasiten ein positives Gefühl entgegenzubringen. Man kann es eigentlich auch nur dann schaffen, wenn man sich vor Augen hält, wie stark man jeweils durch die Abwehr eines Ärgernisses wird. Wo gehobelt wird, da fallen Späne - das ist nun mal so und es gibt auch keine Rose ohne Dornen. Da wir jedoch nicht nur wissen, wo wir lang müssen, sondern auch den unbedingten Willen für unseren Weg mitbringen, werden wir unser Ziel erreichen. Das war schließlich schon immer so. Während also derzeit von draußen die Schergen des Negativen mit ihren schleimigen Tentakeln geifernd nach uns greifen, haben wir unsere hochmotivierte Crew angewiesen, bereits vor dem Frühstück die ersten Freudenhymnen anzustimmen. Falls euch also die unglaubliche Kunde eines singenden Raumschiffes erreicht, das ungezählte Lichtjahre von der Erde entfernt frohgemut und tapfer den widrigsten Umständen trotzt, dann könnten wir das sein.

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4. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Während wir unter Ausnutzung der vollen Schubkraft unseres flotten Raumgleiters seit ungezählten Tagen immer weiter die Milchstraße entlang rasen, nähern wir uns glücklicherweise den ersten Ausläufern der von uns anvisierten Plejaden. Dafür müssen wir allerdings den von allerlei schrägem Gefährt stark frequentierten Knotenpunkt am Denkmal der Kreuzritter*¹ passieren, was bereits seit Tagen eine große Anspannung in uns bewirkt. Man erzählt sich nämlich vom neuesten Trick der marodierenden Vagabunden, die an jeder Ampel eine weitere, unverschämte Tour probieren, um unbescholtene Sternenreisende betrügerisch abzuzocken. Der neueste Clou - den aufmerksame Beobachter bereits im "Expressen" veröffentlichten und uns damit große Probleme ersparen möchten - ist das vorgeblich romantische Angebot von Blumen für Verliebte und es läuft auf die immer gleiche Weise ab. Erst klopfen sie einem an die Windschutzscheibe und dann folgt auch schon der dummdreiste Versuch einer Manipulation, da man sich unvermutet und in Gegenwart seiner Liebsten mit der bösen Frage "Wolle Rose kaufe?" konfrontiert sieht und dadurch in echte Not gerät. Öffnet man nämlich das Fenster, dann gibt es eine Abreibung von außen; öffnet man nicht, dann gibt es Schläge von der Süßen. Man ist also in jedem Fall der Gelackmeierte, daher sollte man möglichst schon vorher einen kleinen Umweg einplanen. Und wer jetzt denkt "Prima, ich habe ja gar kein Schatzilein", dem kommen diese niederträchtigen Banditen mit Geschenken für die Oma, für den Chef oder sie halten einem einfach einen niedlichen Welpen unter die Nase. Irgendwas geht immer, um eure Aufmerksamkeit zu fesseln und man weiß seit den Tagen der Anhalter, dass ein Handtuch, wie man es beispielsweise zur Abwehr der Plapperkäfer*² benutzt, zwar sehr hilfreich sein kann, jedoch nicht immer lebensrettend ist.

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3. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Nachdem wir die Schwierigkeiten der letzten Tage erfolgreich überwinden konnten, befinden wir uns nun auf dem Weg zu den Plejaden. Dies ist vor allem deshalb nötig, da wir dort einige der wichtigsten Vorräte auffüllen wollen, bevor wir uns auf den Weg in die große Schlacht begeben.  Da der plejadische Frühling zum Schönsten gehört, was man je zu sehen bekommen wird und man dort zudem bereits den ersten jungen Wein des vergangenen Jahres anbietet, ist die Freude an Bord natürlich groß. Allerdings ist unsere Reise längst schon nicht mehr ganz ungefährlich und das hat mit den Rudimentären Rebellen des östlichen Sektors zu tun. Diese haben schon vor längerem einen Konflikt entfacht, der sich nun zu einem vollumfänglichen Krieg entwickelt hat. Unsere Schutzschilde sind daher permanent aktiv und die einzigen, die den wild sprühenden Funken der umherschwirrenden Geschosse etwas abgewinnen können, sind die jüngsten Mitglieder unseres Raumschiffes. Für diese unschuldigen Wesen sieht das aus der Ferne betrachtet nämlich so aus, als würde es Sterne regnen und wir bringen es kaum übers Herz, ihnen die grausame Wahrheit zu erzählen. Wir sahen uns zudem genötigt, den bisher aktiven Live-Stream des Tretmiststalles einer größeren Milchproduktion aus dem Angebot zu nehmen. Es kam nämlich aufgrund einer Totgeburt zu verstörenden Bildern und weinende Kinder sind das Letzte, was wir derzeit gebrauchen können. Da es außerdem zu einem verstärkten Ableben der schönen Schwäne am Regionalsee kam, verzichten wir dieser Tage weitestgehend auf Tierdokumentationen jedweder Art - auch wenn es uns schwerfällt. Unsere Kinder sollen nämlich eigentlich so früh wie möglich lernen, dass der Tod zum Leben dazugehört. Da es jedoch die verschiedensten Arten des Ablebens gibt und davon etliche in keinerlei natürlichem Zusammenhang stehen, werden wir zunächst unser Schulmaterial grundlegend überarbeiten müssen. Wir wollen schließlich starke Menschen großziehen und keine Angsthasen, aber das geht natürlich nur mit dem entsprechenden Wissen. Und je besser dieses vermittelt wird, um so größer ist der Erfolg. Gefahrenabwehr lautet das Stichwort dieser Tage und jeder altgediente Veteran weiß genau, was das bedeutet.

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2. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Obwohl der Start unserer Reise ereignislos verlief, brach vor Kurzem aufgrund einer technischen Störung die erste Unruhe an Bord aus. Wir vermuten, dass es unserer Crew zumindest in Teilen etwas schwierig fiel, sich im Dunklen zurechtzufinden, aber man kann natürlich nicht in die Köpfe schauen. Uns blieben jedoch besonders die Sorgen unserer jüngeren Schiffsbesatzung in lebhafter Erinnerung und speziell diese eine Frage, die uns von einer kleinen Megantinerin gestellt wurde, traf uns tiefer als erwartet: "Müssen wir jetzt alle sterben?" Nein, liebes Kind, ein Stromausfall war bisher noch nie der Weltuntergang für uns, wofür haben wir den diese supereffektiven und wirklich schweineteuren Notstromaggregate? Aus welchem Grund wir dann trotzdem von tiefen Sorgen geplagt hilflos im Dunklen sitzen mussten? Wisst ihr, diese Frage werden wir wohl an unsere Autorin weiterreichen müssen; aber erwartet bitte keine plausible Antwort. Man kennt das doch! Diese durchgeknallten Wortakrobaten wissen nicht nur grundsätzlich alles tausendmal besser, sondern sie gehen uns speziell mit ihren unerwarteten Irrungen und außerplanmäßigen Wendungen besonders übel auf den Keks. Dass sich unsere Schreiberline zudem ständig in dieser für uns schwer zu ertragenden Form ins Geschehen einmischt, indem sie vorgaukelt ein Teil der Crew zu sein (und dies durch einen ostentativen Gebrauch des Wörtchens "wir" auch mehr als unterstreicht) macht die Sache nicht eben leichter für uns.

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1. Logbucheintrag von Captain Sheedy auf der Explorer One

Wir konnten den Exoplaneten Beteigeuze drei im nördlichen Alphaquadranten aus dem Zack-Pau-Sternensektor pünktlich (mit unbedeutenden, kleineren Abweichungen) verlassen und befinden uns nun auf dem Weg zur tausende, meist ungezähmter Lichtjahre entfernten Basisstation der noch jungen Sternen-Konföderation Aurora, deren legendäres "Hoch die Hände, Sonnenwende" bereits in kürzester Zeit viral ging. Uns erreichte nämlich kürzlich eine stratobinäre Nachricht mit der dringenden Bitte, unsere in zahlreichen Schlachten gewonnene Expertise in einem interstellaren Konflikt epischen Ausmaßes zur Verfügung zu stellen, was wir natürlich ohne zu Zögern zugesagt haben. Der an uns ergangene Ruf kam uns tatsächlich sogar sehr willkommen, da wir aufgrund von unerklärlichem Heimweh gleich mehreren Mitgliedern unserer phantastischen Crew ihren seit Monaten fälligen Jahresurlaub gezwungenermaßen freiwillig einräumen müssen. Unser erster Offizier Commander K. W. Schneider wird sich zudem im Dienste der Allgemeinheit einer auf mehrere Wochen veranschlagten Fortbildungsmaßnahme unterwerfen, so dass wir die Zeit zur Pflege unseres rasanten Sternengleiters nutzen wollen. Dieser hat doch mehr gelitten, als uns bewusst war; zudem geht uns der Treibstoff aus und das gute Bier haben wir leider auch schon längst verpöttet*.

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