Arkturianisches Grasgeflüster
Da die Arkturianer zu den spannendsten Wesenheiten des gesamten Universums gehören und ihr Einfluss weit über die Grenzen des allgemein Üblichen hinausreicht, wollen wir uns heute mal etwas näher mit dem unsichtbaren Wirken dieses blauen Sternenvolkes beschäftigen. Zunächst möchten wir allerdings darauf hinweisen, dass der möglicherweise irreführende Titel unseres interessanten Beitrags im Grunde genommen mehr mit der besonders bei Rentnern sehr beliebten Gartenarbeit zu tun hat und weniger auf die ebenfalls nicht zu verachtenden Freuden des gepflegten Kiffens abzielt. Auch die Tatsache, dass speziell bei den humanoiden Best-Agern des Planeten Erde vor allem die Rosenzucht sehr hoch im Kurs zu stehen scheint, möchte an dieser Stelle etwas weniger Beachtung finden. Falls also nun jemand der Meinung sein sollte "Danke, aber heute nicht mein Thema", für den hätten wir jedoch noch einen zeitgleich zu diesem Vortrag stattfindenden Töpferkurs auf dem Holodeck drei der nächsthöheren Ebene im Angebot - nur mal so als freundliche Info. (Bevor wieder das Gemecker losgeht - *zwinki-zwonki*)
Dass die Arkturianer in einem direkten Zusammenhang mit dem beschleunigten Wachstum des Rasens kurz nach dem ersten Schnitt der startenden Freiluftsaison stehen, wäre möglicherweise für immer dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verborgen geblieben. Es war jedoch so, dass durch eine rein rechnerisch eigentlich absolut unmögliche, temporäre Zeitverschiebung eine tiefe Verflechtung zweier Seelen entstand, die bereits von Beginn an das Potenzial zu etwas Größerem in sich trug. Und zwar war das jener geschichtsträchtige Moment, in dem sich die beeindruckend kreative Autorin und unsere kampferprobte Kapitänin zum ersten Mal begegneten und damit unbeabsichtigt eine größere Kettenreaktion auslösten. Selbstverständlich sind diese beiden, auf den ersten Blick durchaus grundverschiedenen Personen bis heute einander tief verbunden. Aus diesem Grund sind wir als Kollektiv ebenfalls Teil dieser aufsehenerregenden Geschichte und das ist uns wirklich eine große Ehre. Wir erkennen inzwischen allerdings auch respektvoll die große Verantwortung, die ein solches Bündnis zumeist notwendigerweise mit sich bringt. Daher möchten wir euch an dieser Stelle sozusagen als Tipp des Tages auf einen nicht zu unterschätzenden Aspekt einer gelungenen Allianz hinweisen. Und das hat im Wesentlichen etwas mit den jeweiligen Ansprüchen der verschiedenen Charaktere als Akt der Vermittlung zweier konträrer Positionen zu tun. Dadurch sollen die gegensätzlichen Kräfte oder Ideen für eine neue, höhere Synthese miteinander in Einklang gebracht werden, was wir persönlich insgesamt als sehr begrüßenswert empfinden.
Tipp des Tages
Um in Zeiten des persönlichen Wachstums während der Suche nach einer geeigneten Begleitung nicht irrtümlich in den Verdacht der Goldgräbermentalität zu geraten, sollte man gemäß unserer Erfahrung auf die Entwicklung allzu fester Strukturen verzichten und sich auf seinen eigenen Kern fokussieren. Wer beispielsweise alle naslang in den sozialen Medien seinen Benutzernamen ändert und so innerhalb einer ohnehin eher instabilen, digitalen Umgebung für andere Teilnehmer lediglich eingeschränkt greifbar bleibt, der kann sich auf diese Weise gleich zwei fette Vorteile sichern: Erstens entzieht man etwaigen Verfolgern und anderen, missgünstigen Personen die Illusion der Kontrolle. Und zweitens kann man damit auch gewisse, nachteilige Verdachtsmomente elegant aus dem Weg räumen. Wer nämlich keine Anhaftung sucht, um sich eine wie auch immer geartete (scheinbar vorteilhafte) Identität zu sichern, dem kann man den mutmaßlich geplanten Missbrauch eines guten Namens nur schwerlich zur Last legen. Wenn die Qualität der eigenen Arbeit zudem für sich selber spricht, dann entwickelt sich daraus möglicherweise eine ganz besondere Dynamik, in welcher nichts mehr nur nebulöse Form bleibt, sondern alles zum reinen Inhalt wird. Einziges Problem dabei ist jedoch, dass ein Wasser ohne Ufer und ganz ohne sicherndes Gefäß auf Dauer für niemanden wirklich wertvoll ist. Wie man allerdings auch in einer scheinbaren Beschränkung vollkommen grenzenlos bleiben kann, das ist eigentlich schon wieder ein anderes Thema. Für dieses müsste der entsprechende Professor jedoch erst noch eingeflogen werden, was nicht ganz so einfach zu sein scheint. Daher wollen wir uns die weiteren, laienhaften Worte ersparen und verweisen die interessierten Studenten unserer spannenden Vortragsreihe auf den Aushang am schwarzen Brett in der Mensa. Dieser wird normalerweise täglich aktualisiert, manchmal aber auch schon innerhalb von Stunden. Dann jedoch vielleicht erst wieder in zwei Wochen oder möglicherweise auch erst im nächsten Jahr - wie diese dynamischen Prozesse eben so sind. Das allerdings kennt man ja schon von unseren sehr entgegenkommenden*, hochaktuellen und überaus modernen Öffnungszeiten: Wenn auf ist, ist auf. Jetzt ist zu und gut ist.
(*Unserem gut ausgebildeten Fachpersonal kommt diese Art der flexiblen Arbeitsgestaltung jedenfalls immer sehr entgegen ;-)
Bezüglich der Gartenarbeit wollten wir euch heute zudem noch eine wichtige Sache ans Herz legen, die sowohl mit der Aufmerksamkeit zusammenhängt, als auch mit den eher parasitären Geschöpfen der Natur. Wenn man beispielsweise zwanzig Jahre lang in der zehnten Etage eines Hochhauses gelebt hat und dort das Thema Ungeziefer im Grunde genommen nur noch aus Fachbüchern kannte, dann wird einem der Umzug in ein steinaltes Haus mit Garten, ehemaligem Hühnerstall und oberflächlich versiegeltem Donnerbalken einige faustdicke Überraschungen bescheren. Als das größte Übel haben sich dabei tatsächlich einige der kleinsten Tiere entpuppt, die man in einem Gebäude finden kann und diese verbergen sich unter solch harmlos klingenden Namen wie "Brotkäfer" oder "Gemeiner Nagekäfer (Holzwurm)" etc.pp. Dass es sich bei diesen jedoch um ziemlich üble und hartnäckige Gesellen handelt, das kann man sich nicht ausdenken und wir wünschten, uns wäre eine Bekanntschaft mit jener Schädlingspest auf ewig erspart geblieben. Denn wenn man dieses winzige Getier einmal im Haus hat, dann wird man es vermutlich nie wieder los und das ist noch reichlich milde formuliert. Wenn man zudem der energetischen Signatur unserer Autorin glauben darf (und wir sehen keinen Grund, daran zu zweifeln), dann können sich diese kleinen Mistviecher sogar problemlos in den Weidenzweigen geflochtener Körbe einnisten, was einer echten Katastrophe gleichkommt. Man könnte nämlich Pech haben und über eine romantische Ader verfügen, so dass man jene bildschönen Helferobjekte der organisierten Lager- bzw. Vorratshaltung möglicherweise im ganzen Haushalt wiederfindet. Und so schnell, wie unsere Erfinderin plötzlich ihre durch die schrecklichen Käfer verseuchten Kisten in die hinterste Ecke des geräumigen Gartens verbannen musste, war das Problem wohl bereits ein massives. Die Quelle des Übels aufzuspüren war zwar demzufolge zunächst eine hochgradig detektivische Angelegenheit. Nachdem dann allerdings der Zufall (!) zur Hilfe eilte, war zumindest der sichtbare Teil des Problems recht schnell gebannt und auch der Schaden ist vermutlich derzeit noch verschmerzbar. Wenn allerdings erneut die Lebensmittel vom Käferbefall betroffen sein sollten (oder die Bücher zum Beispiel), dann wäre das kein Spaziergang mehr. Das würde dann nämlich wieder mal zu einem Gewaltmarsch mit ungewissen Ausgang werden und das braucht wirklich niemand, der aus unseren Breitengraden stammt.
(!) Der extrem unwahrscheinliche Umstand, dass die Arkturianer in Wahrheit hinter vielen unserer sogenannten hilfreichen Zufälle stecken und uns (beziehungsweise unserer Autorin) somit auch diesmal unbemerkt den Arsch gerettet haben, ist uns zwar bereits vage bekannt. Es soll jedoch später einen eigenen, sorgfältig ausformulierten und mutmaßlich preisgekrönten Artikel dazu geben, was auch wir für sehr erfreulich halten. Daher bleibt es für den Moment der Einfachheit halber bei einem glücklich überstandenen, ohrenbetäubend lauten Start in den wonnigen Mai und heute sogar mit vielen lieben Grüße von der Muchacha*
*einer Freundin des Hauses (wir wissen jedoch nicht, von welchem)