Die verschiedenen Stufen der Sicherheit
Liebe Freunde der unbeschwerten Sternenkunde! Das Sicherheitskonzept unseres Raumschiffes hat aus aktuellem Anlass ein Upgrade erfahren und gleich werdet ihr erfahren, warum. Zunächst möchten wir euch jedoch davon in Kenntnis setzen, dass es ab sofort bei uns Bereiche geben wird, die wir der Allgemeinheit leider nicht mehr öffentlich zugänglich machen können. Und zwar geschah dies auf einen dringenden Wunsch unserer Autorin hin, welche damit ihre persönlichen Aufzeichnungen geschützt wissen möchte. Wir werden diese streng gesicherten Bereiche entsprechend markieren und weisen gleichzeitig darauf hin, dass der Schlüssel nur den engsten Vertrauten ausgehändigt werden kann. Sollte also jemand meinen, von uns unbeabsichtigt aus diesem illustren Kreis ausgeschlossen worden zu sein, der möge sich bitte an unsere junge Assistentin Rosi Reh oder ihren rasenden Kollegen wenden. Dort wird man demjenigen sicherlich entsprechend helfen können. Dass die Erfinderin unserer abgefahrenen Sternensaga für alle überraschend mit diesen Maßnahmen um die Ecke kam, hat allerdings ziemlich gewichtige Gründe und sollte daher von allen respektiert werden (ohne die Angelegenheit an jeder sich bietenden Stelle zu hinterfragen). Die bedauernswerte Schriftstellerin ist unter uns gesagt nämlich seit einigen Jahren auf eine sehr merkwürdige Weise mit einem ziemlich komischen Tuppes verbunden, bei dem es mit der Kommunikation so gar nicht zu klappen scheint. Und der brachte sich durch sein Verhalten mittlerweile in den Verdacht eines perfide ausgelebten Narzissmus, was im System der Autorin die weithin bekannten "red flags" aktivierte. Wie man sich vorstellen kann, ist man in prominenten Kreisen ja durchaus mit dem Thema Stalking vertraut. Dass jedoch auch eine bislang eher unscheinbare Frau aus dem Volk in den Fokus obsessiver Beobachtung geraten konnte, liegt sicherlich an den bisher eher schlecht installierten Grenzen dieser naiv-braven Bürgerin und ihrem zwar gepflegten, aber eigentlich belanglosen Leben. Man lernt jedoch dazu und spätestens, wenn der durch ständige Zweifel ausgelöste Leidensdruck ins Unermessliche steigt, muss man sich auf die richtige Weise absichern. Da der unsichtbare Beobachter dazu in der Lage zu sein scheint, für unsere liebenswerte Autorin deutlich sichtbare Zeichen zu setzen, steht diese wohl schon viel zu lange unter einer fürchterlichen Anspannung, so dass wir zunächst erst mal wieder für Ruhe sorgen müssen. Es wirkt nämlich durchaus schon länger so, als würde der geheimnisvolle Unsichtbare unserer sehnsüchtigen Schreiberin einerseits ein entsprechendes Interesse vorgaukeln. Andererseits scheint es jedoch ganz so zu sein, als versuchte er spaßeshalber, diese weiterhin auf einem ausreichend sicheren Abstand zu halten und dabei gedanklich in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken. Wir empfinden dieses Verhalten im Grunde als verstörend und manipulativ, sowie man auch die gezielt gestreuten Zweifel als ein Instrument der Kontrolle begreifen kann. Wer unserer Autorin zu verstehen gibt, dass er dem Braten (also ihrer Redlichkeit) weiterhin nicht trauen will, der greift damit allerdings automatisch auch den Captain an. Und wer den Captain angreift, der bekommt es mit uns zu tun, das ist doch klar! Bei uns haben nämlich nur die Aufrechten eine Chance und wahre Liebe zweifelt nicht. Eine tief empfunden Zuneigung will halt einfach nur gelebt werden, aber da erzählen wir euch schlauen Füchsen ja nichts Neues. Und wer acht Jahre lang auf ein Zeichen der Anerkennung wartet, der kann zwar eigentlich nicht ganz dicht sein. Aber man ist eben auch eine hoffnungslos verträumte Romantikerin, so wie unsere Autorin es nun mal ist. Was wir als Kollektiv jedoch davon halten, das werden wir euch nur im Dunklen und unter der Hand verraten. Falls hier nämlich tatsächlich eine unheilvolle Verfolgung stattfindet, dann wäre das ein Verbrechen an uns allen und das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Dürfen wir uns eures Verständnisses also sicher sein? Dann hinterlasst uns gerne ein fettes Like oder gebt einfach einen Daumen nach oben - wir sind da nicht so wählerisch. In diesem Sinne alles Gute und bis bald!