Daniel Düsentrieb Official2
Nicht nur in offiziellen Kreisen weiß man längst, dass ein Techniker mit Fach- oder Hochschulabschluss weder Kosten noch Mühen zur Erreichung seiner Ziele scheut. Daher hat sich seit den Tagen der Aufklärung ein gewisses tonangebendes Zitat etabliert, dass fortan jeden in dieser Sparte Tätigen in einen gewissen Zugzwang versetzt. Denn wenn man sagt "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör", dann impliziert man damit eigentlich auch den Anspruch darauf, seinen persönlichen Hafenarbeiter gefunden zu haben. Beispielsweise haben wir ja bereits an anderer Stelle erzählt, dass unser hauseigenes Genie an der Entwicklung unserer progressiven Generatoren beteiligt war und wir ihn daraufhin direkt mit einer gewissen Pflicht bedachten (Daniel kümmert sich schon). Das kann für den Einzelnen durchaus zur Belastung werden. Unser mit Fachauszeichnungen hoch dekorierter Meistermechaniker wäre allerdings kaum ein solch gewichtiges Mitglied unserer famosen Crew geworden, wenn er nicht dazu in der Lage wäre, jeweils die entsprechenden Grenzen zu setzen. Wie wir bereits an ebenfalls früherer Stelle anmerkten, ist zum Beispiel der Name "Düsentrieb" durchaus ein solcher Meilenstein seiner inneren Stärke, denn wer den echten Namen dieses jungen Mannes kennt, der versteht die Problematik seines bisherigen Lebens bestens. Wir als Verantwortliche haben lange darüber nachgedacht. Wir hatten zudem mehrere, intensive Gespräche mit unserem lieben Daniel und wir kamen aus Gründen der Transparenz zu dem Entschluss, dass man euch den Geburtsnamen unseres ersten Bordingenieurs gerne mitteilen darf. Der auf den Namen Harduarto Schnudelpaus Getaufte hatte allerdings eine Bitte, welche wir ihm sehr gerne gewähren wollen. Und zwar sollen wir darüber berichten, dass nicht nur unser ehrenwerter Commander Schneider während seiner ersten Schul- und Lebensjahre zu einem Opfer psychischer Gewalt wurde. Diese zeigte sich auch beim damals noch Hardy Genannten in jenem unfassbar bösartigen und völlig verblödeten Mobbing, das besonders verwöhnte Kinder aus wohlstandsverwahrlostem Elternhaus gerne an den Tag legen. "Schnudelpaus, Schnudelpaus - rück sofort dein Brötchen raus", so lautete einer der verletzenden Gesänge, mit welchen man unseren besten Konstrukteur damals niedermachen wollte. Man merkte jedoch schon früh, dass manche Leute einfach viel zu cool sind, um sich ernsthaft ärgern zu lassen. Man sieht ihm zwar heute noch an, wie es in seinem Gesicht teils leise arbeitet - besonders, wenn er an diese entwürdigen Situationen denkt. Aber obwohl er darüber natürlich nicht gerade glücklich war, so hatte er doch für gewöhnlich den Halt einer liebvollen Familie im Rücken (es war allerdings nicht die eigene). Daher betrübte ihn die mangelnde Wertschätzung zwar einerseits sehr. Andererseits war er schon seinerzeit in der günstigen Lage, sich seine Freunde aussuchen zu können und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ebenfalls gleich geblieben ist jedoch auch seine ausgeprägte Scheu vor der Kamera, welche schon damals wegen der Jahrbücher seiner Lehranstalten zu größeren Problemen führte. Auch wir konnten uns in diesem Fall lediglich auf einen Kompromiss einigen und daher darf man unseren quecksilbrigen Spezialisten heute zunächst nur mit Maske in Augenschein nehmen (und wer ihn betrachten möchte, der soll bitte ebenfalls sein Gesicht bedecken). Sein zahmes Helferlein hingegen hatte weniger Probleme mit der Ablichtung und wenn wir es nicht besser wüssten, dann würden wir glauben, dass dieses possierliche Nagetier eins von den stabileren Naturen ist.
Wissenswertes am Rande: Der ursprünglich deutschböhmisch-exotische Name unseres lieben Genies resultiert aus der phasenweise glücklichen Verbindung eines Sudetendeutschen und einer lateinamerikanischen Españiola. Da der von seinen Neigungen geleitete Vater jedoch mehrfach das unter Eid geschlossene Ehegelübde brach, musste die betrogene Mutter sich dem Wunsch ihrer strenggläubigen Familie beugen und Buße in einem Kloster tun. Der Vater hat dann zwar eine Apothekerin geheiratet. Diese brachte jedoch eine dicke Tochter mit in die Ehe, woraufhin der hochintelligente Heranwachsende sich in ein britisches Internat einschreiben ließ. Und falls sich nun jemand fragt, weshalb eigentlich die unglückliche Mutter bestraft wurde und nicht der betrügerische Vater, dann muss derjenige sich nur mal auf dem Planeten Erde umsehen. Man könnte meinen, Frauen seien dort für eine Vielzahl von Männern der letzte Dreck. Klug ist das nicht, allerdings gibt es speziell im zerbrechenden Europa auch Frauen, die wirklich nicht so schön sind. Die sehen oft nur so aus und sie sind teils brandgefährlich - besonders die weniger intelligenten unter ihnen. Die haben dann zwar irgendetwas "Wichtiges" studiert (Völkerrecht etwa), aber man merkt ihnen schon beim Zuhören an, wie dumm sie eigentlich sind.