Männlein klein ging allein
✻ in seiner Mama Herz hinein ✻
Wenn der Hund nicht gerade frisst oder schläft, dann ist er interessiert.
Dass die Erzählerin bereits an diesem eigentlich noch frühen Punkt unserer phantastischen Sternenreise ihren allerliebsten Seelentröster einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren möchte, hängt vor allem mit seiner unbedingten, absoluten und lupenreinen Loyalität zusammen. Nie wird man eine treuere Seele finden, als in diesem kleinen Hundekasper und das ist die reine Wahrheit. Denn es steht nun schon seit Längerem fest, dass die Rettung jenes unschuldigen Tieres der seinerzeit vermutlich beste Reflex im Sinne der gesamten Gemeinschaft war. Man hatte den kleinen Kerl nämlich aus einer (ukrainischen) Tötungsstation befreit und auf die Reise nach Absurdistan geschickt, wo bereits ein mutmaßliches Zuhause auf ihn warten sollte. Die Geschichte wäre bis zu jenem Punkt an und für sich auch nicht weiter erwähnenswert gewesen, da so etwas eigentlich ständig geschieht. Fast könnte man meinen, dass es im eigenen Land keine Tierheime mehr gäbe und man daher in der Fremde nach verlorenen Seelen suchen muss. Allerdings geschah mit dem von unserer Autorin später adoptierten Hundejungen etwas, dass einem dann doch nicht ganz so alltäglich erscheint. Es war nämlich so, dass jenes schützenswerte Geschöpf eines Samstagsabends bei der neuen Adresse Einzug hielt und bereits am darauffolgenden Morgen die selbige wieder verlassen musste. Es wäre müßig, den ganzen unfassbaren Vorgang zu schildern, jedoch war jener besondere Tag ein sehr wichtiger Moment im seither gemeinsamen Leben der Autorin mit ihrem geliebten Hundekind. Und es haben wirklich alle ihre helle Freude an diesem außerordentlich fröhlichen Männlein und der freut sich natürlich ebenso. Er wäre sogar als Schiffsmaskottchen ganz hervorragend gut geeignet, weil er zwar durchaus über eine gewisse Bewegungsfreude verfügt, diese jedoch ganz besonders gerne im geschützten Raum auslebt. Eine leise Grundangst steckt ihm nämlich trotz intensivster Bemühungen weiterhin in den Knochen, aber er reagiert längst nicht mehr so panisch, wie es zu Beginn der gemeinsamen Zeit der Fall war. Er verhält sich eigentlich eher so, dass seine mittlerweile ziemlich relaxte Art besonders auf zurückhaltende Menschen sehr auflockernd wirkt und das ist wirklich ganz wunderbar. Als Freund der Menschen ist er zudem meist außerordentlich friedliebend und aufgrund seines fortgeschrittenen Alters besticht er zusätzlich mit einer entsprechenden Gemütlichkeit. Deshalb geschieht es häufig, dass man seine Anwesenheit zunächst oft gar nicht mal richtig bemerkt. Wenn es dann plötzlich und unvermutet aus irgendeiner (dunklen) Ecke heraus "Wuff" macht, kann man daher durchaus schon mal kräftig zusammenzucken. Aber damit kann man eigentlich ganz gut leben. Als Vorkoster ist das kleines Schätzchen jedenfalls unschlagbar, ebenso ist er zumeist ein toller Mitesser. Auch als Nachhut in der Resteverwertung hat er sich bisher noch jedes Mal bewährt, daher kann man die entstandene Symbiose als eine sehr gelungene betrachten. Im Laufe der nächsten oder der nächstnächsten Tage (vielleicht aber auch erst in ein paar Wochen) werden sicherlich noch die liebenswertesten Anekdoten aus der bisherigen Zeit ihren Weg aus dem Kopf der Schöpferin in die Tasten finden. Für den Moment mag es das aber erst einmal gewesen sein. Denn wenn es etwas von den Hunden zu lernen gibt, dann ist es diese wirklich extrem gechillte Lässigkeit.
Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.
(Hildegard von Bingen)
Dem Hunde, wenn er gut gezogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen.