Obwohl der Start unserer Reise ereignislos verlief, brach vor Kurzem aufgrund einer technischen Störung die erste Unruhe an Bord aus. Wir vermuten, dass es unserer Crew zumindest in Teilen etwas schwierig fiel, sich im Dunklen zurechtzufinden, aber man kann natürlich nicht in die Köpfe schauen. Uns blieben jedoch besonders die Sorgen unserer jüngeren Schiffsbesatzung in lebhafter Erinnerung und speziell diese eine Frage, die uns von einer kleinen Megantinerin gestellt wurde, traf uns tiefer als erwartet: "Müssen wir jetzt alle sterben?" Nein, liebes Kind, ein Stromausfall war bisher noch nie der Weltuntergang für uns, wofür haben wir den diese supereffektiven und wirklich schweineteuren Notstromaggregate? Aus welchem Grund wir dann trotzdem von tiefen Sorgen geplagt hilflos im Dunklen sitzen mussten? Wisst ihr, diese Frage werden wir wohl an unsere Autorin weiterreichen müssen; aber erwartet bitte keine plausible Antwort. Man kennt das doch! Diese durchgeknallten Wortakrobaten wissen nicht nur grundsätzlich alles tausendmal besser, sondern sie gehen uns speziell mit ihren unerwarteten Irrungen und außerplanmäßigen Wendungen besonders übel auf den Keks. Dass sich unsere Schreiberline zudem ständig in dieser für uns schwer zu ertragenden Form ins Geschehen einmischt, indem sie vorgaukelt ein Teil der Crew zu sein (und dies durch einen ostentativen Gebrauch des Wörtchens "wir" auch mehr als unterstreicht) macht die Sache nicht eben leichter für uns.
Ebenso genervt sind wir von dem Umstand, dass zu den normalen Gegebenheiten einer handelsüblichen Raumfahrt durch künstlich dazu gedichtete Schwierigkeiten für uns jeweils ein Plus an Arbeit in unser Script hineingeschrieben wird und das gefällt uns absolut nicht. Wenn z.B. durch einen Systemausfall - wie wir ihn gestern erleben mussten - nicht nur das Licht zu großen Teilen verschwindet, sondern sich auch unsere Holodecks plötzlich wie eingefroren verhalten, dann kommt zur allgemeinen Problematik schnell mal eine Höhlenrettung hinzu. Oder wir müssen ein Crewmitglied aus den Fängen von Piraten befreien, weil seine Schlacht mittendrin einfach stehenblieb. Solche Ereignisse bleiben unseren Leuten leider meist sehr lange im Gedächtnis hängen und die an Bord gesungen Lieder tragen davon Zeugnis. Kommen dann zusätzlich diese in unseren Augen völlig sinnbefreiten Zeitsprünge - die wir nicht wirklich nachvollziehen können - mit ins Spiel, dann ist bei uns teilweise sehr schnell Schicht im Schacht. Was bitte schön ist so spannend daran, wenn man sich spätestens morgen so fühlen wird, als wäre es noch immer gestern? Oder wenn das Gestern noch gar nicht stattgefunden hat, aber das Morgen bereits um zwei volle Wochen weiter ist? Denn obwohl wir hartgesottenen Sternenabenteurer normalerweise mit allen Wassern gewaschen sind, haben auch wir unsere Grenzen. Man muss jedoch zur Ehrenrettung der Autorin gestehen, dass sie es uns normalerweise an nichts mangeln lässt und speziell am Bier ist es bisher noch nie gescheitert. Eine Meuterei wäre nämlich das Letzte, was wir derzeit gebrauchen könnten.