Da unsere erste Führung sich weiterhin völlig losgelöst vom Bordalltag in den extraterrestrischen Klangfeldern auf Pilgertour befindet und zudem leider nur sehr wenig Laut gibt, haben wir als sympathisches Kollektiv auch heute die Verantwortung für einen kurzen Lagebericht übernommen und hiermit zur Ausführung gebracht. Aufgrund der Tatsache, dass unser Schiff quasi an den ersten Ausläufern einer Geräuschkulisse vor Anker ging und wir daher seit einigen Tagen erwartungsvoll festliegen, gibt es zur Zeit jedoch nicht viel Aufregendes zu berichten. Gut, es gab da dieses kurze Intermezzo mit einem der allgemein eher gefürchteten Krawallbooten der interstellaren Vandalen des dritten Sektors (2. Abschnitt vor der großen Kreuzung links), aber deren Terror geht einem als erprobtem Kampfmittelräumer dann ja doch irgendwann nur noch am knackig-zarten Hinterteil vorbei. Auch die durch die Kreuzung ziehende heilige Prozession einer tapferen Ritterschar in eisernen Büchsenschiffen konnte uns nur noch ein müdes Lächeln entlocken, da wir als Experten des Wahnsinns schon mit ganz anderen Kalibern zu tun hatten. Einmal mussten wir zur Lösung einer schwierigen Rechenaufgabe sogar Großgebäck in bislang unbekannten Mengen verspeisen, was einen die Qualität unserer Bemühungen und unsere aufopferungsvolle Hingabe sicherlich erahnen lässt. Die Zeit sinnvoll nutzend gab es daher inzwischen sogar zwei sehr gelungene Updates für unser beliebtes Altmöbel-einsammeln-Spiel, welche diesmal teilweise sogar gemeinschaftlich genutzt werden konnten. Und zwar handelte es sich um die kostenfreien Erweiterungen "Sperrgut-Schätze vor dem Haus aufschichten" (bei zufällig vorbeiziehenden Flaneuren sehr beliebt!) und "Nach erfolgreicher Müllabfuhr den Bürgersteig fegen", bei welchen es erneut einen regen Zulauf zu verzeichnen gab.
Daher wäre uns die Tatsache, dass es inzwischen eine weitere, kurze Audioaufnahme von unserem Captain gibt, beinahe sang- und klanglos entgangen. Unser kleines Genie aus der oberen Funkzentrale scheint jedoch keine Pause zu kennen und so können wir auch heute ein wunderbares Lebenszeichen der guten Sheedy Herway unserem Bericht beifügen. Und wie man diesem winzigen Klangschnipsel entnehmen kann, scheint die Frau Kapitänin nicht unbedingt in Schwierigkeiten zu stecken. Man* darf sich also weiterhin entspannt zurücklehnen und auf die guten Dinge harren, die da (hoffentlich) bald und zahlreich kommen sollen.
*Also wir lehnen uns zumindest relativ entspannt zurück und bleiben mutmaßlich hoffnungsvoll. Wie ihr eure schöne Zeit gestaltet, davon wissen wir ja leider nichts. Und wenn sich das nicht ändert, dann bleibt das wohl auch so. Allerdings hält man bei ausreichendem Abstand zumindest eine blühende Phantasie in entsprechender Bewegung. Eine kontaktlose Distanziertheit ohne erkennbare Vitalsignale ist also nicht völlig wertlos und vor allem braucht man kein Geld dafür. Das ist doch schön, oder handelt es sich dabei nur angstbasierte Schönfärberei? 🤔
(Gelächter Komma schallend)