Liebe Leute, aufgrund von ausbremsenden Temperaturen und mangels einer akuten Stresssituation möchte das Kollektiv die kühleren Stunden nutzen und einige eurer drängendsten Fragen zumindest teilweise beantworten. Zunächst jedoch einen fetten Dank für eure ungebrochene Aufmerksamkeit, welche uns auch dann erreicht, wenn mal keine spürbare Reaktion zu erkennen ist.
Wie jeder gute Autor weiß, lässt es sich ja besonders gut schreiben, wenn man dabei ein klebriges Marmeladentoast in der Hand hält und sich zudem die Schnauze ordentlich am heißen Kaffee verbrüht hat. Alternativ dazu kann man aber gerne auch mal eine heiße Käsepizza am Gaumen kleben haben, oder eine winzige Spur feuriger Chilisauce im Auge - hach ja, manche Dinge sind wirklich unbezahlbar! Es ist ebenfalls mit Gold nicht aufzuwiegen, wenn man sich in guter Gesellschaft befindet, allerdings gilt dies natürlich in beide Richtungen. Geben und Nehmen sollte sich immer die Waage halten, daher geben wir euch als Nahrung für euer Interesse nun zunächst die wichtigste Information unsere Führung betreffend an die Hand. Also passt auf: Captain Sheedy hält zur Zeit einen zwar recht losen, aber immerhin regelmäßigen Kontakt mit uns und sie lässt euch alle recht herzlich grüßen. Sie befindet sich momentan allerdings nicht mehr in den zuletzt besuchten Klangfeldern, da ein altes Problem mit dem wissenschaftlichen Namen "Tinnitus" ihr wohl wieder verstärkt zu schaffen macht und ihr somit eine gewisse Geräuschempfindlichkeit anhaftet. Daher verzichtete unser Captain zuletzt schon an Bord die meiste Zeit auf den Genuss musikalischer Darbietungen, was ihr zumindest von Seiten der Autorin Wohlwollen einbrachte und von dieser auch weiterhin bedingungslos unterstützt wird.
Eine weitere eurer Fragen betraf unseren Commander Schneider, welchen wir schon vor einiger Zeit an die Spelunken der unteren Ebene verloren haben. Man hörte jedoch inzwischen aus vertraulichen Quellen, dass es im Herzen des Commanders mutmaßlich lebendiger zugehen soll, als bisher vermutet. Wir möchten jedoch aus Respekt und zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten nicht näher auf dieses Thema eingehen. Es steht aber außer Frage, dass unsere Assistenten auf ihren Horchposten weiterhin die Stellung halten, damit unser lieber Schneider nicht unbemerkt in einen Totalausfall abdriftet. Die Frage nach unserem eigenen Aktivitätsschema können wir genauso positiv beantworten; aufgrund von drohender Wirtschaftsspionage lässt sich diese Antwort allerdings ebenfalls auf eine überschaubare Kürze reduzieren: Ja, wir sind beschäftigt.
Und zum guten Schluss möchten wir noch ein heiteres Rätsel lösen, da dies verstärkt von unseren Lesern eingefordert wurde und in welchem es um das äußerst schmackhafte Gericht "Schweinborsten mit Knorpel" geht. Das mit den Borsten ist im realen Leben nämlich eine wirklich lustige Anekdote aus dem ländlichen Raum und sie hat mit grünen Bohnen zu tun. Diese verfügten bekanntermaßen lange Zeit über einen ziemlich stabilen Mittelfaden an der Schote (welcher inzwischen weitgehend weggezüchtet wurde). Jene zähen, harten Fasern (die einen ohnehin bereits an Borsten erinnerten) abzupulen war dabei jeweils so extrem mühselig, dass man nicht selten die seufzenden Worte "Die Bohnen sind wie immer sehr widerborstig!" zu hören bekam. Da sich unter der Bezeichnung Knorpel zudem lediglich ein schlichtes Stück geräuchertes Schweinefleisch verbirgt, handelt es sich bei dem Label "Schweinborsten mit Knorpel" also in Wahrheit um einfache Bohnen mit Speck (und ist somit eine super leckere Angelegenheit). Ein Königreich der Phantasie und wohl bekomm's!