Ist es persönlich oder privat?
Der Hauptunterschied liegt darin, dass persönlich beschreibt, was uns als Menschen ausmacht und was wir teilen, während privat das ist, was im geschützten, geheimen Raum bleibt. (Quelle: Google)
Man könnte sich fragen, weshalb meine Sternenreise aus Gründen des Privaten so plötzlich das Zeitliche segnen musste, wenn ich doch weiter ganz offensichtlich persönliche Details meines Lebens teile und die eingangs aufgeführte Erklärung mag dazu einen ersten Hinweis geben. Mich treibt dieser Tage so einiges an und durch meine Erzählungen früherer Erlebnisse möchte ich sichtbar werden lassen, weshalb mir gewisse Muster so schmerzlich vertraut sind. Jeder ehemalige DDR-Bürger erkennt nämlich im momentanen Zeitgeschehen Parallelen zur früheren Geschichte und ich erkenne sie auch. Das wird vermutlich jedem so ergehen, der bereits über einen langen Zeitraum hinweg ein Opfer zersetzender Machenschaften wurde und ausgehorcht, manipuliert und aufgrund einer "falschen" Meinung sanktioniert zu werden fühlt sich für Menschen unserer Art nun mal sehr vertraut an. Darum schrillen bei uns wohl auch schon länger die Alarmglocken, denn was die korrupte Regierung unseres Staates bereits seit Jahren für unfassbare Schweinereien abzieht, ist an ekelhafter Verworfenheit kaum noch zu überbieten. Hitler würde jedenfalls blass werden vor Neid und Menschen wie der dicke Finanzminister stehen definitiv mit dem Teufel im Bunde. Wer das alles sieht und seine eigene, internierte Vergangenheit darin wiedererkennt, der kann daher nur noch mit Rebellion reagieren und das ist auch gut so. Mein Beitrag zum Widerstand verlangt es also ganz unbedingt, mich bezüglich der erlebten, teils massiven Restriktion so umfassend wie nur irgend möglich zu äußern. Natürlich weiß ich, dass Teile meiner eigenen Geschichte zum Teil schmerzhaft wirken, da ich Fragmente derselbigen schon häufiger mit anderen Menschen geteilt habe. Immerhin nahm ich es seinerzeit sogar auf mich, eine Gruppentherapie zu durchlaufen und die Reaktionen meiner Mitstreiter waren damals wirklich bezeichnend. Das eigene Schicksal war für diese nämlich plötzlich nur noch halb so schwer, nachdem sie mit meinem in Berührung gekommen waren. Und das ist wirklich erstaunlich, da die Menschen ja eigentlich immer dazu neigen, das eigene Empfinden als ultimativ zu erachten (Wenn du wüsstest, wie schlecht es mir erst erging etc.pp.).
Es nun schrittweise zu Papier zu bringen bedeutet zudem Heilung eines schwerwiegenden Traumas, welches mit meinem damaligen Tagebuch zusammenhängt und auch das ist mal wieder eine dieser kaum zu fassenden Geschichten. Wenn du nämlich als vierzehnjähriges Mädchen nichtsahnend aus der Schule kommst und deine Mutter wartet schon mit deinen privaten Aufzeichnungen in der Hand auf dich, dann wurden deine Geheimnisse von dieser leider erschnüffelt. Und das ist etwas, was einem den Boden unter den Füssen vor allem dann wegzieht, wenn man darin seinem Kummer über genau jene Person entsprechend Luft gemacht hatte. Mich hat diese Demütigung tief geprägt, dabei hatte ich in Wahrheit gar keinen Grund zur Scham. Aber es hatte trotzdem zur Folge, dass ich es bis heute teilweise kaum ertrage, einer breiteren Öffentlichkeit von meinen Erfahrungen zu berichten, da ich unbewusst immer den mahnenden Finger auf mich gerichtet sehe. Es ändert aber nichts mehr daran, dass nicht nur die allgemeine Lage gewisse Opfer von mir verlangt. Mein Herz möchte nämlich auch endlich zu seinem Recht kommen und ich werde keine Ruhe geben, bis dieses Ziel erreicht wurde. Immerhin hat mich seit nun schon über dreißig Jahren niemand mehr geküsst und in die Arme genommen werden möchte ich auch endlich wieder (und zwar so liebevoll wie möglich). Allerdings waren die emotionalen Zuwendungen in meinem Leben ohnehin sehr dünn gesät; aber zumindest weiß ich, was körperliche Ekstase bedeutet. Ich wäre einer Kollision also nicht abgeneigt und wer Ohren hat zu hören, der höre.
11.08.2026 / 06:25