Gut Ding will Pfeile haben

Dass die Lösung eines Problems gerne mal im beherzten Handeln liegt, dürft jedem Klardenker bekannt sein. Wenn man sich also schon seit Längerem mit einem vom Schreibtisch ausgehenden, diffusen und auf subtile Weise in den Wahnsinn treibenden Quietschgeräusch konfrontiert sieht, dann muss man das nicht als gegeben hinnehmen. Manchmal hilft nämlich ein genaueres Hinsehen. Sollte eine Überprüfung der Gesamtsituation daraufhin zu der Erkenntnis führen, dass der Tisch mit einem Fuß auf der Gummilippe einer vor dem Kaminofen liegenden Brandschutz-Glasplatte steht, dann hilft bereits ein kräftiger Ruck und der Ärger ist schon Geschichte. Leider lässt sich nicht alles, was quietscht, mit einem einfachen Handgriff wieder in den Normalzustand bringen. Sonst müssten wir uns bezüglich des weltweit vorherrschenden Irrsinns keine allzu großen Sorgen machen. Aber genau das ist der Fall und es wird immer schlimmer. Wer wie ich das aktuelle Geschehen aufmerksam verfolgt - und zwar unter strenger Nichtbeachtung der ÖRR-Tagesschau-Schwurbelmedien - der wird vermutlich ebenso vom Entsetzen gepackt werden wie ich. Erst heute morgen kam ich wieder in einen mentalen Zustand, den man im Grunde genommen nur noch als mörderische Wut bezeichnen kann. Das muss man sich mal vorstellen: Ich, die üblicherweise sogar eine ertrinkende Fliege vor dem sicheren Tod rettet und jede kleine Schnecke, die ihren Weg kreuzt, eigenhändig in sichere Gefilde trägt, hatte in der Reflexion des kurz zuvor Gesehenen nur noch solche Gedanken wie "Alle erschießen und anschließend verbrennen!" oder ähnlich ungünstige Affekte.
Man gibt sich von Seiten der inzwischen offen freidrehenden Fraktion der Verblendeten längst keine Mühe mehr, seinen Hass auf alles "Normale" zu verbergen. Jeder rechtschaffene Deutsche ist doch mittlerweile in den Augen der Problem-Ponys ein Nazi und darf öffentlich geframt werden. Die Antifa lässt grüßen und zwar ganz im Sinne eines Lars Klingbeil und seiner Spießgesellen (gehörte Frank-Walter nicht auch früher zu diesem Verein?). Was mich in diesem Zusammenhang zudem so richtig kräftig anpisst ist der Umstand, dass man die durchgeknallten Idioten als "Antifanten" bezeichnet, was nicht nur bei mir gewisse Assoziationen weckt. Die unschuldigen Rüsseltiere von unserem liebsten Friesenjung können sicher nichts dafür, davon gehe ich zumindest aus. Man erlebt dieser Tage allerdings immer häufiger, wie die früheren Helden sich plötzlich einem täglich grauenvoller werdenden System unterwerfen und das bekümmert mich sehr. Die Angst vor dem Bedeutungsverlust hat nämlich schon so manchen Kulturschaffenden seinen ehemals guten Ruf gekostet und das gehört wohl zu den traurigsten Dingen, die man als Außenstehender erleben muss. Warum macht sich beispielsweise ein Didi Hallervorden dermaßen zum Horst, das ist doch unfassbar! AfD-Wähler als Schädlinge zu bezeichnen, kommt einem in diesem Zusammenhang nun mal sehr bekannt vor, da es an eine reichlich dunkle Zeit erinnert und das ist dann überhaupt nicht mehr lustig. Einige gute Seelen versuchen zwar, dieses sonderbare Verhalten mit einer mutmaßlichen Erpressung oder einsetzender Demenz zu erklären. Aber ich denke, dass solche Überlegungen zu kurz greifen. Denn wenn jemand wie Didi seine Ehre so dermaßen freimütig preisgibt, dann muss das andere Gründe haben. Vermutlich wollte er seinem Sohn das Erbe retten. Man muss sich dann zwar fragen, was das für ein infantiler Sohn wäre, der so etwas zulässt (und zudem mutmaßlich noch forciert). Aber was wissen wir vom dummen Fußvolk schon von den Dingen des exklusiven Lebens! Das ist wohl höhere Politik, denn wie man inzwischen hörte, besitzt dieser prominente Mensch sogar eine eigene Insel mit einem Schloss darauf. Bei uns in Köln würde das vermutlich nur zu einem spöttischen "Darf es sonst noch was sein?" führen und diese Frage kommt wirklich von Herzen.
Um nun zum Abschluss meines heutigen Frühstücksreferats zu kommen, beziehe ich mich noch einmal kurz auf meine Abscheu bezüglich des ausufernden Irrsinns, da mich dieser mit dem tiefsten Grauen erfüllt, das ich bisher kennenlernen musste. Ich bitte daher jeden, der seine sieben Sinne noch beisammen hat: Lasst euch nicht verblöden, sonst ist alles zu spät.

22.08.2026 / 11:11