Wenn der Postmann zweimal klingelt

In den spirituellen Schriften kursiert eine Fabel, der zufolge es immer erst richtig schlecht werden muss, bevor sich die Dinge in ihr Gegenteil verkehren. Das gibt Hoffnung und diese brauche ich nun auch. Denn die großen, staatsnahen Institutionen können dieser Tage auf alles verzichten, nur nicht auf ausbleibende Beitragszahlungen. Und da ich - wie bereits in einem vorigen Posting erwähnt (Link folgt) - seit dem April diesen Jahres auf die Bezahlung meiner Krankenkasse verzichten muss, bekam ich heute einen der gefürchteten Briefe vom Hauptzollamt Aachen. In diesem werde ich mit der Zwangsvollstreckung bedroht, falls ich nicht innerhalb der nächsten vierzehn Tage eine bestimmte, von denen geforderte Summe begleichen sollte. Ich werde daher mein letztes bisschen Geld - welches aus einem unvermuteten Anteil einer kleinen Lebensversicherung meines verstorbenen Bruders resultiert und mich seit Längerem schon tragen muss - durch die Umwandlung meines Kontos schützen müssen. Das sogenannte P-Konto soll mir dann noch einen gewissen Moment Luft verschaffen. Denn ich warte weiterhin auf die endgültige Abwicklung jener Erbschaftsangelegenheit, durch die ich einerseits den unumkehrbaren Bruch mit meiner abgefeimten Schwester vollziehen musste. Andererseits hat eben jene für mich lebensnotwendige Trennung eine solch große Verwandlung in mir ausgelöst, dass ich sämtliche bereits aktiven Arbeiten an mir selber um ein vielfaches steigern konnte.
Ich war nämlich nach dem Tod unseres Vaters durch diese Freiheit bedingt bereits auf meinem Weg zu den Sternen und ich vermute, meiner Schwester muss dies irgendwie klar gewesen sein. Denn dass ich nicht glücklich im Wäschereigewerbe unserer Eltern war, das wusste dieses durchtriebene Miststück schon lange und zwar ganz genau. Trotzdem wollte sie mich mit aller Macht vertraglich an der Mangel festketten, obwohl ich erst kurz zuvor eine erneute, amtsärztliche Bestätigung einer 100% Erwerbunfähigkeit erhalten hatte.* Es schmerzt mich nun zwar zutiefst, dass ich keine anderen Worte über diese Person benutzen kann, als die von mir gebrauchten superlativen Abwertungen. Aber im Grunde bin ich noch viel zu freundlich in meiner Beschreibung und dies wird für den vom inneren Zirkel als kleiner Prinz beschriebenen Partner jener dummen Frau um so zutreffender sein. Allerdings ist das schon wieder ein solch abendfüllendes Thema, dass es mir eine Freude sein wird, diesen ekelhaften Lügenbaron in einem eigenen Beitrag genüsslich zu zerreißen. Und falls sich jemand fragen sollte, warum ich die Füße im Bezug auf mein Erbe so verdammt still halte, dem möchte ich darauf gerne mit einem zwar abgedroschenen, aber doch sehr zutreffenden Zitat antworten: Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher.
Das bedeutet für mich, es dem Karma zu überlassen, um mich selber nicht noch in die Gefahr der bösartigen, öffentlich zelebrierten Schuldumkehr durch die Gegenseite zu begeben. Da meine Schwester nämlich gesundheitlich schwer angeschlagen ist und ich nicht weiß, wie es derzeit um sie steht, möchte ich nicht auf den letzten Metern meines alten Weges unbeabsichtigt noch die schlafenden Hunde wecken. Da Gerichtsverfahren und Anwälte zudem sehr kostspielig sind, habe ich zur Zeit ohnehin nur einen stark eingeschränkten Handlungsradius. Aber ich werde darüber wie gesagt einen eigenen Artikel verfassen, welchen ich dem verlogenen Prinzgemahl meiner (Nicht-)Schwester widmen möchte. Es könnte also spannend werden!

 

*Die Erwerbsunfähigkeit hat zwar nur Relevanz, falls ich erneut in die Grundsicherung geraten sollte, es ist aber genau deshalb so wichtig. Finanzielle Vorteile oder eine Rente entstehen mir jedoch nicht daraus.

20.08.2026 / 14:34