Weil heute Sonntag ist
Die stetig zunehmende Verschärfung meiner finanziellen Situation und die allgemeine Perspektivlosigkeit hat bereits vor vielen Wochen dazu geführt, dass mein Schlaf sich leider zu einem kurzen Vergnügen entwickelte. Inzwischen hält es mich nur noch selten länger als fünf Stunden im Bett, was eine gewisse Grundmüdigkeit in mir etablierte. Diese steht natürlich im krassen Widerspruch zu der von mir erst gestern erwähnten, stetig wachsenden Frische, aber wenn man mal genauer hinsieht, dann geht die Rechnung trotzdem auf. Das, was mich lähmt, hat nämlich ganz stark mit den Schatten der Vergangenheit zu tun. Diese hatten bekanntlich sehr viel Zeit zur Verfügung, um sich schön fest in meinem Energiekörper einzulagern und von dort aus das Zepter zu führen. Seitdem ich jedoch regelmäßig mit dem eisernen Besen in meinem inneren Haus unterwegs bin, ist es für die Dunkelheit in mir nicht mehr ganz so gemütlich. Denn jedes Fenster, das ich energetisch öffne, treibt die Schatten tiefer ins Innere. Dort kam es jedoch ebenfalls zu gewissen Maßnahmen, die man als Modernisierung der elektrischen Leitungen bezeichnen könnte, sodass auch im hintersten Winkel meines Selbst mittlerweile auf Knopfdruck das Licht angeht. Die Schatten mögen das natürlich nicht. Daher versuchen sie in einer konzertierten Aktion noch mal ihr Bestes, um mich aus dem Konzept zu bringen und das sieht dann fast so aus, wie der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt. Da wird auch mit allen Tricks gearbeitet, was zu teils verstörendem Verhalten der etablierten Parteien führt. Diese sind sich nämlich für keine Gemeinheit mehr zu schade und dadurch offenbaren sie der Öffentlichkeit immer häufiger ihre wahren Absichten. Dass zudem auch die Niederträchtigkeit des jeweiligen Charakters sichtbar wird, scheint jene nicht zu kümmern, was man in Thüringen ebenfalls ganz hervorragend beobachten kann. Der dortige Ministerpräsident mit dem schönen Spitznamen "Mettbrötchen" ist nämlich auch ein überaus verdorbener Geselle, den selbst ein durch Plagiatur erschlichener (und inzwischen wieder aberkannter) Doktortitel nicht zu einem Rücktritt zwingen kann. Er, der auch sein Amt nur durch übelst abgefeimtes Verhalten an sich riss, möchte nämlich dringend bis zum Dezember ausharren, um sich auf diese Weise das üppige "Ruhegehalt" zu sichern, welches ihm dann "zustehen" würde. (Dass diesem Drecksack eigentlich was ganz anderes blühen müsste, sollte allerdings jeder Klardenker mittlerweile erkannt haben.)
Weil heute Sonntag ist, möchte ich daher den einen oder anderen Wunsch aussprechen. Zunächst wünsche ich mir, dass sämtliche Verbrechen unserer verdorbenen Regierung aufgedeckt und entsprechend geahndet werden. (Ich weiß, das ist ein sehr frommer Wunsch.) Dann wünsche ich mir, dass mehr Leute wieder kritischer nachdenken, was jedoch ebenfalls in weiter Ferne zu liegen scheint. Die Menschen sollten sich zudem wieder verstärkt auf ihre handwerklichen Fähigkeiten konzentrieren, da wir jederzeit auf diese angewiesen sein könnten. Denn das Thema "längerfristiger Stromausfall" geistert ja auch nicht erst seit gestern durch die Medien. Und was das bedeutet, muss man nicht groß diskutieren. Ich sah erst unlängst eines jener beliebten Camping-Videos, in welchen vorzugsweise junge Männer dem staunenden Zuschauer ihr teils hochgerüstetes Equipment präsentieren und sich dadurch als willige Werbeträger der jeweiligen Ausrüster outen. Jener Mensch, dem ich also jüngst über die Schulter schaute, hatte zudem noch einen Tesla mit am Start und dieser ist tatsächlich der Gipfel der bequemen Technik. Mich hat das alles etwas amüsiert. Natürlich finde auch ich aufblasbare Zelte super spannend. Aber ein selbst fahrendes Auto zu benutzen käme mir nicht in den Sinn, da bin ich ehrlich. Das wäre mir schlicht zu dekadent, außerdem hätte ich die ganze Zeit Angst vor einem Ausfall der Steuerung. Auch vieles andere seiner wunderbaren Gerätschaften kam mir irgendwie "fimschig" vor, also von minderwertiger, wackeliger Qualität, was mich ganz stark an ein Spielzeug erinnerte. Es gibt jedoch auch sehr nützliche Dinge, die dieser Sektor zu bieten hat und Solarpaneele gehören für mich definitiv dazu. Einen stabilen Gaskocher zu besitzen kann auch nicht schaden, allerdings hängt man dadurch von der Verfügbarkeit der Kartuschen ab. Ich würde mir also eine gewisse Grundausrüstung wünschen, welche mir ein autarkes Überleben sichern könnte und die im Notfall auch gut als schnelles Gepäck mitzuführen wäre. Wenn nämlich die Hölle ausbricht, dann könnte das zur Rettung werden. Natürlich wünsche ich mir sehr, dass es soweit nie kommen wird. Ich bin mir aufgrund der aktuellen Lage jedoch nicht mehr sicher, ob es noch lange friedlich bleiben wird in Europa. Man kennt schließlich die Bilder aus Ceuta. Und wem das keine Mahnung ist, der muss vollkommen blind sein.
Mein größter Wunsch wäre es jedoch, dem allen nicht länger alleine ausgesetzt zu sein. Abschließend komme ich daher noch einmal kurz auf das Thema meines inneren Widerspruch zu sprechen. Denn sich einerseits müde zu fühlen schließt eine gleichzeitige Erneuerung der Vitalkräfte nicht aus. Es verhält sich im Gegenteil so, dass einerseits die Arbeit der Vergangenheitsbewältigung nun zu einem Abschluss kommen wird. Das Bewusstsein der überstandenen Schwierigkeiten macht mir daher gelegentlich noch mal weiche Knie, zumal ich manches erst im Nachhinein realisiere. Gleichzeitig richtet sich aber alles in mir bereits auf das Kommende aus, was viel mit meinem Wunsch nach Verbindung zu tun hat. Und an die Liebe zu denken erfrischt mich tatsächlich sehr, so einfach ist das. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb mich die Anstrengungen beim Wäschewaschen so beleben: Ich sehe das Ergebnis und könnte vor Freude jeweils hüpfen und springen. Gut riechen tue ich auch, um meine Sauberkeit muss ich mich also kaum sorgen. Genug zum Essen habe ich ebenfalls noch im Haus - wenn das mal nicht beruhigend ist! Die Spülung meiner Toilette ist zwar schon länger außer Betrieb und muss daher händisch mit einem Eimer simuliert werden. Falls jedoch ein Freund in Not wäre, dann stünde diesem meine Türe jederzeit offen. Allerdings habe ich leider keine Freunde mehr, jedenfalls keine sichtbaren.
16.08.2026 / 10:25