Stapel Nummer drei
Während der Wahnsinn nicht nur im eigenen Land täglich beweist, dass ein berühmter Herr namens Einstein damals bereits den Unterschied zwischen menschlicher Dummheit und der Größe des Universums erkannte, finde ich kaum aus meinen bedrückten Gedanken heraus. Da können sich die ungezählten Motivations-Videos noch so mit verheißungsvollen Botschaften überschlagen wie sie wollen - wenn einem die Angst um die eigene Existenz bereits als Kleinkind tief in die Knochen kroch, findet man nur schwer wieder aus dieser heraus. Das funktioniert zumindest bei mir überhaupt nicht. Denn während ich mit einer kapitalen Panikattacke zu kämpfen habe, kann ich mir nun mal schwer eine von allen Sorgen befreite Grundstimmung vorstellen. So zu tun, als wäre das gewünschte Ergebnis bereits real, mag ja für andere Leute eine spannende Übung sein. Aber bei mir wird wohl in Kürze alles zusammenbrechen, was umso bitterer ist, da eigentlich ich diejenige mit der blühenden Fantasie bin. Mich bringt das zur Verzweiflung, daher schreibe ich momentan förmlich um mein Leben. Und da das kreative Gestalten derzeit ebenfalls stagniert, greife ich auch für diesen Eintrag auf bereits vorhandenes Material zurück.
August 2026